{"id":1086,"date":"2019-06-12T17:07:12","date_gmt":"2019-06-12T17:07:12","guid":{"rendered":"http:\/\/unsere-natur.art\/?p=1086"},"modified":"2020-04-24T05:53:10","modified_gmt":"2020-04-24T05:53:10","slug":"felder-zwischen-stadt-und-oder","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/unsere-natur.art\/en\/felder-zwischen-stadt-und-oder\/","title":{"rendered":"felder Zwischen Stadt und Land"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"has-drop-cap\">Felder. Scheinbar leere Fl\u00e4chen und endlose Weite &#8211; Meere ohne Wasser im Sommer. Freier Raum im Winter. Im Wandel der Vegetationsperioden erscheinen die Feldfl\u00e4chen zwischen St\u00e4dten, D\u00f6rfern und W\u00e4ldern als Teppiche in wei\u00df, schwarz, braun, zartem Gr\u00fcn, gelb oder goldener Pracht im Hochsommer. Raps, Mais und Getreide pr\u00e4gen, neben unseren W\u00e4ldern und Gew\u00e4ssern, das Erscheinungsbild des Bundesland Brandenburgs. Ungeachtet von Ertr\u00e4gen, Rentabilit\u00e4t, Nahrungsmittelproduktion und der damit einhergehenden Bedeutung f\u00fcr uns Menschen, bildet diese Kulturlandschaft einen wichtigen Lebensraum f\u00fcr Tiere und Pflanzen. <\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image alignwide\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"728\" height=\"485\" src=\"http:\/\/unsere-natur.art\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/IMG_1362_1.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1090\" srcset=\"https:\/\/unsere-natur.art\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/IMG_1362_1.jpg 728w, https:\/\/unsere-natur.art\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/IMG_1362_1-300x200.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 728px) 100vw, 728px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Ein Lebensraum im Schatten des Alltags, im Schatten der Gro\u00dfstadt Berlin. Gerade das Land zwischen unserer Hauptstadt und der Oder im Osten ist, aufgrund seiner geschichtlichen Entwicklung, stark von landwirtschaftlichen Fl\u00e4chen gepr\u00e4gt. Vordenker und Begr\u00fcnder der modernen Landwirtschaft, <a href=\"http:\/\/www.albrecht-daniel-thaer.org\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\" aria-label=\"Daniel Albrecht Thaer (\u00f6ffnet in neuem Tab)\">Daniel Albrecht Thaer<\/a> wirkte hier und verhalf dem preussischen Staat unter K\u00f6nig Friedrich Wilhelm III. , durch die akademische Ausbildung von Landwirten, zu neuem Aufschwung im Bereich der Landbauwissenschaft. Im kleinen \u00d6rtchen M\u00f6glin erinnert noch heute eine Ausstellung an sein Leben und Wirken.<\/p>\n\n\n\n<p>Landwirtschaft hat (nicht nur) in Brandenburg Tradition. Tradition verpflichtet.<\/p>\n\n\n\n<p>Eine weitere Besonderheit im Landkreis M\u00e4rkisch Oderland (MOL) sind die zwischen den Ortschaften Liebenhof, Hasenholz, Ruhlsdorf, Garzin, Bollersdorf, Grunow und Ernsthof erhaltenen, ausgepr\u00e4gten Feldheckensysteme, die, einerseits zur Energieholzgewinnung, andererseits zur Einhegung und zum Schutz vor Bodenabtragung durch Wind, im 17.\/18. Jahrhundert angelegt wurden. Diese, heute Jahrhunderte alten, Heckensysteme bereichern nicht nur den Lebensraum &#8220;Feld&#8221;, sondern bilden eine nachhaltige Lebensader f\u00fcr zahlreiche Pflanzen und Wildtiere. Hier wachsen, die in einer modernen Kulturlandschaft oft fehlenden, Geh\u00f6lze wie Wei\u00dfdorn, Wildapfel und Schlehe (Schwarzdorn).* Inseln der Vielfalt in der, ansonsten monotonen, Weite und in der kalten Jahreszeit ein willkommener und elementarer R\u00fcckzugsort f\u00fcr Leben in freier Wildbahn.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image alignwide\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"683\" src=\"http:\/\/unsere-natur.art\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/IMG_9135-1024x683.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1122\"\/><figcaption>alter Feldgeh\u00f6lzstreifen bei Grunow im Winter<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Viele dieser R\u00fcckzugsorte mussten, im Zuge der landwirtschaftlichen Intensivierungs-ma\u00dfnahmen in der Deutschen Demokratischen Republik, in den 60iger Jahren, weichen. Konventioneller Ackerbau mit Einsatz von Pestiziden, chemischen D\u00fcngemitteln und hochmodernem Ger\u00e4t hat \u00fcber Jahre hinweg zu einer ertrags- &amp; profitorientierten Pr\u00e4gung des &#8220;Lebensraum Feld&#8221; &#8211; mit sehr wenig R\u00fccksicht auf Flora &amp; Fauna &#8211;  gef\u00fchrt. Heute ist es kein Geheimnis, das zu hoher N\u00e4hrstoffeintrag unser Grundwasser und unsere Gew\u00e4sser stark belasten. Dabei geht es nicht darum, Landwirte an den Pranger zu stellen, sondern objektiv Verbesserungspotentiale in der modernen Agrarwirtschaft und in unserem eigenen Verhalten, im Hinblick auf erfolgreichen Umweltschutz, zu suchen und zu erkennen. In unserem Landkreis gibt es viele positive Beispiele f\u00fcr erfolgreiche und umweltbewusste Landbewirtschaftung, die Lebensmittelproduktion und Umweltbewusstsein mit Vorbildcharakter, im Sinne aller Beteiligten, praktizieren. Negative Beispiele leider auch.<\/p>\n\n\n\n<p>Circa 44% der Grundfl\u00e4che des Landes Brandenburgs sind derzeit als landwirtschaftliche Nutzungsfl\u00e4chen ausgewiesen. Das hei\u00dft, fast die H\u00e4lfte unseres Bundeslandes ist eine, vom Menschen erschaffene, Kulturlandschaft. 14,2% der rund 5400 im Land gemeldeten Betriebe wirtschaften bereits \u00f6kologisch. 136.000 Hektar sind nach EU-\u00d6koverordnung angemeldet. Das sind 12,9% der gesamten \u00d6kofl\u00e4che der Bundesrepublik. Vergleichen wir die \u00d6kofl\u00e4chen mit der gesamten landwirtschaftlichen Nutzungsfl\u00e4che in Brandenburg, so werden gerade rund 10% der Fl\u00e4chen nicht konventionell bewirtschaftet.<\/p>\n\n\n\n<p>Viel Potential um unseren Lebensraum nachhaltiger und ges\u00fcnder zu gestalten. Ohne die Unterst\u00fctzung und ohne &#8220;gr\u00fcnes&#8221; Engagement aller politisch beteiligten Gruppen, Fraktionen, Parteien und Verb\u00e4nden auf landes-, bundes-, &amp;  europ\u00e4ischer Ebene, ein scheinbar aussichtsloses Unterfangen. Zu gefestigt scheinen die derzeitigen Strukturen der entsprechenden Lobby. <\/p>\n\n\n\n<p>D\u00fcngemittel und Pestizide belasten nicht nur B\u00f6den und Grundwasser &#8211; unser Trinkwasser. Sie belasten den ganzen nat\u00fcrlichen Kreislauf. Der Feldhamster, Freund vieler Kinder, ist vom Aussterben bedroht, M\u00e4use werden vergiftet und damit auch die R\u00e4uber wie Fuchs, Bussard und Schleiereule, die wiederum f\u00fcr Bestandshygiene im Tierreich verantwortlich sind.  Pflanzen reagieren ebenfalls sehr empfindlich. Fehlende oder zu gering bemessene Randstreifen bzw. nicht erreichte Samenreife und die moderne Saatgutreinigung tragen ebenfalls dazu bei, dass Ackerwildkr\u00e4uter verschwinden und mit ihnen die Nahrungsgrundlage f\u00fcr Bienen. Die, in unserem Kulturkreis als Heilmittel so hoch gesch\u00e4tzte, Kamille ist ebenfalls eine der prominentesten Verlierer*innen. Auch sie lebt hier, auch sie wird verdr\u00e4ngt. Das Gleichgewicht unseres Lebensraumes ist, wie so oft, bedroht.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image alignwide\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"728\" height=\"485\" src=\"http:\/\/unsere-natur.art\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/IMG_1503_1.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1129\" srcset=\"https:\/\/unsere-natur.art\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/IMG_1503_1.jpg 728w, https:\/\/unsere-natur.art\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/IMG_1503_1-300x200.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 728px) 100vw, 728px\" \/><figcaption>Echte Kamille<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Vielerorts fehlen eben diese Bl\u00fchstreifen, R\u00fcckzugsorte und Wanderkorridore. Selbst selten genutzte Wanderwege fallen hier und da dem Pflug zum Opfer. Die zur Bewirtschaftung verf\u00fcgbare Fl\u00e4che wird, nach M\u00f6glichkeit, voll ausgenutzt, ausgereizt und von &#8220;Wildwuchs&#8221; befreit. Muss das im Sinne einer modernen, umweltbewussten Landwirtschaft sein? Dies hat auch das Brandenburger Ministerium f\u00fcr l\u00e4ndliche Entwicklung, Umwelt und Landwirtschaft erkannt und f\u00f6rdert, zur Zeit, &#8220;naturbetonte Strukturelemente im Ackerbau&#8221;, mit Zusch\u00fcssen innerhalb eines f\u00fcnfj\u00e4hrigen Verpflichtungszeitraumes, um den angesprochenen negativen Tendenzen entgegen zu wirken.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image alignwide\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"728\" height=\"485\" src=\"http:\/\/unsere-natur.art\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/IMG_1322_1.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1111\" srcset=\"https:\/\/unsere-natur.art\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/IMG_1322_1.jpg 728w, https:\/\/unsere-natur.art\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/IMG_1322_1-300x200.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 728px) 100vw, 728px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Eine sehr erfreuliche Entwicklung.  Auch der Naturschutzbund, mit seiner Stiftung &#8220;Nationales Naturerbe&#8221;, engagiert sich f\u00fcr eine artenreiche und ausgewogene Kulturlandschaft. So bietet der NABU mit seinem Angebot &#8220;fairpachten&#8221; eine kostenlose Beratung, f\u00fcr Alle, die landwirtschaftliche Fl\u00e4chen verpachten und sich mehr R\u00fccksicht auf Flora und Fauna w\u00fcnschen. Einen entsprechenden Link finden Sie am Ende des Beitrages.<\/p>\n\n\n\n<p>Vor allem V\u00f6gel sind durch intensive Bewirtschaftung der Felder gef\u00e4hrdet. So sind zum Beispiel die Best\u00e4nde der Gro\u00dftrappe, einem der schwersten flugf\u00e4higen V\u00f6gel der Welt, (ehemals heimisch) im Oderbruch, seit ca. 10 Jahren verschwunden. Diese und viele weitere so genannte Bodenbr\u00fcter, leben, fressen und br\u00fcten auf den Acker- &amp; Brachfl\u00e4chen der Agrarlandschaften und sind auf die dort zur Verf\u00fcgung stehenden Nahrungsgrundlagen angewiesen. Besonders Brachfl\u00e4chen und, die bereits angesprochenen, Bl\u00fchstreifen sowie Feldhecken, sind lebenswichtig f\u00fcr diese Arten. Ein &#8220;Ausbau&#8221; derer w\u00e4re sehr w\u00fcnschenswert. Auch hier erhalten Landwirte f\u00fcr Brachfl\u00e4chen Ausgleichszahlungen als Anreiz diese Grundlagen zu erhalten. Trotzdem, auch hier ist der Einsatz von Pflanzenschutz- &amp; Insektenschutzmitteln, wie zum Beispiel Glyphosat, der Sargnagel f\u00fcr die Artenvielfalt. Sch\u00e4tzungen zu Folge haben sich die Best\u00e4nde der Feldv\u00f6gel und der entsprechenden Insekten, in den letzten 50 Jahren, halbiert.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image alignfull\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"134\" src=\"http:\/\/unsere-natur.art\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/milan-1024x134.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1100\" srcset=\"https:\/\/unsere-natur.art\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/milan-1024x134.jpg 1024w, https:\/\/unsere-natur.art\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/milan-300x39.jpg 300w, https:\/\/unsere-natur.art\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/milan-768x101.jpg 768w, https:\/\/unsere-natur.art\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/milan.jpg 1456w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Wo sind Feldl\u00e4rche, Rebhuhn und Fasan geblieben? Egal ob Nestfl\u00fcchter oder Nesthocker, fehlen durch unsachgem\u00e4\u00dfen menschlichen Eingriff, Insekten und S\u00e4mereien als Futter f\u00fcr den Nachwuchs, bleibt der Nachwuchs auf der Strecke und somit geh\u00f6ren Feldv\u00f6gel zu den am st\u00e4rksten gef\u00e4hrdeten Tiergruppen. <\/p>\n\n\n\n<p>Ein Appell an die Vernunft, der konventionell wirtschaftenden Landwirte, an die beteiligte Politik und an Gift spritzende Kleing\u00e4rtner ist l\u00e4ngst \u00fcberf\u00e4llig. Die Qualit\u00e4t eines, unter diesen Bedingungen hergestellten, Nahrungsmittels, kann, darf und muss in Folge dessen, durchaus in Frage gestellt werden. Es ist Zeit zum Umdenken und Neudenken! Wir Alle sind verantwortlich! Es gibt nur diese, eine Erde! Wir als Verbraucher sind gefordert und sollten unsere Verantwortung be- und \u00fcberdenken! Diese Verantwortung beginnt im Supermarkt, beginnt bei unserem jeweiligen privaten Einkaufs- bzw. Konsumverhalten. Versuchen Sie sich bitte die folgenden Fragen selbst zu beantworten.<\/p>\n\n\n\n<p>Kaufe ich konventionell hergestellte Lebensmittel? M\u00f6chte ich Lebensmittel mit k\u00fcnstlichen Aromastoffen, Geschmacksverst\u00e4rkern, Sabilisatoren und Farbstoffen essen? M\u00f6chte ich Lebensmittel, die auf Kosten meines Lebensraumes hergestellt werden, essen? M\u00f6chte ich durch den Kauf konventionell hergestellter Nahrungsmittel den Einsatz von unnat\u00fcrlichen D\u00fcngemitteln und Pestiziden unterst\u00fctzen? Zahle ich Dumpingpreise? M\u00f6chte ich so sinkende L\u00f6hne unterst\u00fctzen? Bin ich auch bereit mehr Geld f\u00fcr meine Ern\u00e4hrung zu investieren? <\/p>\n\n\n\n<p>Warum kommen unsere Kartoffeln aus Spanien und \u00c4gypten? Warum kommen die M\u00f6hren und Tomaten aus den Niederlanden? Wieso kommt Butter aus D\u00e4nemark? Wieso kommen die \u00c4pfel aus Peru? Warum kann ich den Mais, der hier \u00fcberall auf den Feldern w\u00e4chst, nicht kaufen? Muss Agrarwirtschaft Energielieferant anstatt Nahrungsmittelproduzent sein? Geht das nicht auch anders? <\/p>\n\n\n\n<p>Grundlegende und richtungsweisende Fragen. Angebot steuert die Nachfrage! W\u00e4ren \u00fcber 80 Millionen Bundesb\u00fcrger auf einen Schlag bereit, nur noch nachhaltig, regional hergestellte Produkte zu kaufen, dann w\u00fcrde sich der Markt innerhalb k\u00fcrzester Zeit neu sortieren und unter gewaltigen Auswirkungen neu regulieren. Das hierbei ganze Existenzen auf dem Spiel stehen k\u00f6nnen, ist klar. Jeder\/Jede ist daher aufgefordert, mit dem eigenen Verhalten in unsere gemeinsame Zukunft zu investieren. Wir als Kollektiv haben es in der Hand. Wir, als die B\u00fcrger\/B\u00fcrgerinnen Mitteleuropas haben die einmalige Chance, nachhaltige, lebenswichtige Ver\u00e4nderungen mit Vorbildcharakter zu vollbringen!<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p>&#8220;T\u00f6tet nicht die B\u00e4ume, macht nicht das Wasser unserer Fl\u00fcsse tr\u00fcbe.<br> Rei\u00dft nicht das Eingeweide unserer Erde auf. Sonst werden die Fl\u00fcsse und B\u00e4ume weinen. Wenn ihr das nicht befolgt, wird es schlimme Konsequenzen f\u00fcr euch haben.<br> Eines Tages wird die Erde weinen, sie wird um ihr Leben flehen, sie wird viele Tr\u00e4nen weinen. Ihr werdet die Wahl haben, ihr zu helfen oder sie sterben zu lassen, und wenn sie stirbt, sterbt ihr auch.&#8221;<\/p><cite>Keokuk, H\u00e4uptling der Sauk<\/cite><\/blockquote>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image alignwide\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"728\" height=\"485\" src=\"http:\/\/unsere-natur.art\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/IMG_1372_1.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1091\" srcset=\"https:\/\/unsere-natur.art\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/IMG_1372_1.jpg 728w, https:\/\/unsere-natur.art\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/IMG_1372_1-300x200.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 728px) 100vw, 728px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Zur\u00fcck zur M\u00e4rkischen Schweiz und Ihren Feldern.<\/p>\n\n\n\n<p>Alles in allem, k\u00f6nnen hier viele positive und einige negative Beispiele, innerhalb eines kleinen Spaziergangs durch Feld und Flur, beobachtet werden. Dabei geht es eben nicht um Schuldzuweisungen, sondern vielmehr um Vermittlung von bewusstem Verstehen und Er-leben, dieses Teils unserer Natur. Unser Lebensraum besteht nicht mehr aus Urwald, wei\u00dfen Meeresstr\u00e4nden, sch\u00f6nen Inseln und pr\u00e4chtigen Wiesen. Er besteht zu gro\u00dfen Teilen aus den, mehr oder weniger urbanen Orten, die f\u00fcr uns Alle selbstverst\u00e4ndlich und gew\u00f6hnlich geworden sind und darin liegt die Gefahr f\u00fcr mangelnde Wertsch\u00e4tzung, mangelnden Respekt und letztlich auch f\u00fcr Desinteresse. Das wiederum f\u00fchrt zu schleichendem Verfall und Zerst\u00f6rung. Lebensr\u00e4ume und Lebensgrundlagen verschwinden meist nicht \u00fcber Nacht, sondern langsam und best\u00e4ndig. Wir d\u00fcrfen nicht warten bis es zu sp\u00e4t ist. Wir d\u00fcrfen nicht weg schauen. <\/p>\n\n\n\n<p>Deswegen m\u00f6chte ich Sie, bei all den bedenklichen Details am Wegesrand, einladen. Nehmen Sie sich die Zeit und spazieren Sie durch die Felder hinter dem Berliner Stadtrand. Hier wartet Farbenpracht und Vielfalt! Hier warten Entspannung, Ruhe und immer noch ein St\u00fcck &#8220;heile Welt&#8221;. Gehen Sie langsam und schauen sie sich um, hier wachsen unsere Nahrungsmittel. Feldhase und Greifv\u00f6gel sind relativ h\u00e4ufig. M\u00e4rkische Fasane eher nicht. Falter, Schmetterlinge, Erdwespen und, in Wassern\u00e4he, Libellen sind allgegenw\u00e4rtig und begr\u00fc\u00dfen Sie, nicht nur im Logo des Naturparks &#8220;M\u00e4rkische Schweiz&#8221;. Als Zugabe warten Rehe und, mit etwas Gl\u00fcck, die ein oder andere tierische \u00dcberraschung. Vieles m\u00f6glich. <\/p>\n\n\n\n<p>Unsere Natur wartet auf unseren Besuch und sie w\u00fcnscht sich mehr Beachtung, mehr Liebe, denn Sie ben\u00f6tigt unsere Unterst\u00fctzung! \u00d6ffnen WIR unser Bewusstsein f\u00fcr Ihre elementare Bedeutung und kultivieren eine entsprechende Wertsch\u00e4tzung f\u00fcr unseren Lebensraum, haben wir schon den ersten und wichtigsten Schritt, zur Erhaltung und zum Schutz, getan! \u00c4ndern wir unseren (Nahrungsmittel) Konsum nachhaltig, werden wir, vielleicht sehr schnell, die positiven Ver\u00e4nderungen bemerken und verankern k\u00f6nnen. <\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p>Wie man den Acker bestellt, so tr\u00e4gt er.<\/p><cite>Sprichwort<\/cite><\/blockquote>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image alignfull\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"185\" src=\"http:\/\/unsere-natur.art\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/IMG_1272_1-1024x185.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1040\" srcset=\"https:\/\/unsere-natur.art\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/IMG_1272_1-1024x185.jpg 1024w, https:\/\/unsere-natur.art\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/IMG_1272_1-300x54.jpg 300w, https:\/\/unsere-natur.art\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/IMG_1272_1-768x139.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Link zum NABU &#8211; Angebot <a href=\"https:\/\/www.fairpachten.org\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\" aria-label=\" (\u00f6ffnet in neuem Tab)\">&#8220;fairpachten&#8221;<\/a> der Stiftung &#8220;Nationales Naturerbe&#8221; <\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-cover alignfull\" style=\"background-image:url(http:\/\/unsere-natur.art\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/IMG_1385.jpg)\"><div class=\"wp-block-cover__inner-container is-layout-flow wp-block-cover-is-layout-flow\">\n<p class=\"has-text-align-center has-large-font-size\"><\/p>\n<\/div><\/div>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-pullquote\"><blockquote><p>Quellen:<\/p><cite>&#8211; Zahlen: Wikipedia; Landwirtschaft Bundesland Brandenburg<br>&#8211; Land Brandenburg, Ministerium f\u00fcr L\u00e4ndliche entwicklung, Umwelt und Landwirtschaft<br>*: Anton Beil, 1842,&#8221;Feldholzzucht in Belgien, England und dem n\u00f6rdlichen Frankreich&#8221;<br>&#8211; NABU Stiftung &#8220;nationales Naturerbe&#8221; &#8211; www.fairpachten.org<br>&#8211; Texte und Bilder: \u00a9 Alexander Kirchner<\/cite><\/blockquote><\/figure>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Anbau von Kulturpflanzen bildet seit langem die Grundlage f\u00fcr unsere Ern\u00e4hrung. Gleichzeitig sind diese Fl\u00e4chen Lebensraum f\u00fcr viele Pflanzen und Tiere, der fernab von Naturschutzgebieten, ebenfalls dringend Schutz ben\u00f6tigt. Was genau, ist gemeint?<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":1039,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"ngg_post_thumbnail":0,"footnotes":""},"categories":[8,57],"tags":[33,48,29,47,27,18,50],"class_list":["post-1086","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-pflanzen-tiere","category-tierschutz","tag-brandenburg","tag-landwirtschaft","tag-maerkischeschweiz","tag-maerkischoderland","tag-naturschutz","tag-umweltschutz","tag-verantwortung"],"translation":{"provider":"WPGlobus","version":"3.0.2","language":"en","enabled_languages":["de","en"],"languages":{"de":{"title":true,"content":true,"excerpt":true},"en":{"title":false,"content":false,"excerpt":false}}},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/unsere-natur.art\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1086","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/unsere-natur.art\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/unsere-natur.art\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/unsere-natur.art\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/unsere-natur.art\/en\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1086"}],"version-history":[{"count":135,"href":"https:\/\/unsere-natur.art\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1086\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":2383,"href":"https:\/\/unsere-natur.art\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1086\/revisions\/2383"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/unsere-natur.art\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1039"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/unsere-natur.art\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1086"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/unsere-natur.art\/en\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1086"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/unsere-natur.art\/en\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1086"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}